Sankt Hans Aften

Wussten Sie schon – am 23. Juni, dem Vorabend des Johannistages, feiert man in Dänemark das Sankt-Hans Fest. Ein Brauch zur Sommersonnenwende – dem Mittsommer. In dieser Zeit erlebt man die kürzesten Nächte des Jahres. In allen skandinavischen Ländern wird dieses Ereignis in unterschiedlicher, aber dennoch ähnlicher Art sehr lebendig gefeiert.

Traditionell werden große Feuer entzündet, oft am Strand und man trifft sich zum geselligen Beisammensein. Das Feuer soll symbolisch die bösen Kräfte fernhalten. Mit der Verbrennung einer Strohhexe wird dabei übrigens ein alter Brauch aus Deutschland umgesetzt.

Eine unserer Kolleginnen aus Dänemark berichtet: “Vor dem Abbrennen des Feuers hält der Bürgermeister (oder jemand anders) eine Ansprache. Danach wird es gemütlich und man genießt „pølse og øl“ (Bratwurst und Bier) oder “Snobrød” (Stockbrot). Ein typisches und sehr beliebtes Volkslied ist „Midsommervise“ von Holger Drachmann.

Doch durch Corona wird auch diese Tradition anders als gewöhnlich sein: Die Reden werden online übertragen und anstelle von großen öffentlichen Feuern wird es viele kleine private Feuer oder Fackeln in den Gärten geben – richtig hygge!